Heinz Rolf Beyer
*21.03.1933
† 19.12.2011
Ende des Jahres 2011 erfuhren wir vom Tod unseres Karnevalsfreundes Heinz Rolf Beyer, der von einer kürzeren, aber schweren Krankheit letztlich erlöst wurde.
Heinz Rolf Beyer trat in den 60er Jahren in die KG „Halt Uut“ Pesch ein und wurde Mitglied des „Großen Rates“. In den Folgejahren war er bei Sitzungen regelmäßig in unserem Elferrat und mit seinem Mutterwitz und seiner Schlagfertigkeit ein gerne gesehener Stichwortgeber des jeweiligen Präsidenten.
Zum 50ten Jubiläum der KG im Jahre 1985 trat er mit seinem Kegelbruder Rolf Kreutzer als Büttenrednerduo „Ro und Ro“ auf und sorgte für eine angenehme Überraschung bei der Jubiläumssitzung.
Er war in dieser Zeit auch mehrfach auf verschiedenen Positionen Mitglied des jeweiligen Vorstandes und ein Aktivposten bei den jährlichen Sammlungen zur Unterstützung unseres Kinderkarnevals.
Aus persönlichen Gründen trat er in den 90er Jahren aus der KG „Halt Uut“ aus, blieb aber zusammen mit vielen Weggefährten Mitglied eines Kegelclubs, der überwiegend aus aktiven und ehemalig aktiven Pescher Karnevalisten bestand. Er hielt auch weiter Kontakt zu vielen anderen Pescher Karnevalisten und verfolgte das Vereinsleben mit Interesse, wenn auch von außen.
Heinz Rolf Beyer war ein Pescher Urgestein, hier geboren und zeitlebens auf der Linienstraße im elterlichen Haus wohnhaft. Er war nicht zuletzt wegen seines Humors ein beliebter Gesprächspartner, der immer einen Witz auf Lager hatte. Man hatte manchmal das Gefühl, dass er nichts so richtig ernst nahm, es gab aber durchaus auch den sensiblen Heinz Rolf, der am Schicksal anderer Anteil nahm und immer bestens über die Sorgen der Menschen in seiner Umgebung Bescheid wusste.
Unser Mitgefühl gilt seinen beiden Kindern Brigitte und Lothar sowie seinen Enkeln.
Wie ich Heinz Rolf kenne gibt es inzwischen im Himmel eine kleine Linienstraße, wo er jeden Tag mit Pelzer Herbert, „Hiljisch Mattes“ (Matthias Hilgers) und „Pietisch Männ“
( Franz Peters) vor dem Haus steht und über Gott und die Welt redet. Maak et joot Heinz Rolf. Wir werden dich nicht vergessen.
Christel Rix
*1935
† 2011
Im Sommer 2011 musste unsere Gesellschaft Abschied nehmen von Christel Rix, die seit vielen Jahren bei uns Mitglied war.
Christel Rix war ein Vereinsmensch. Der Name Rix ist aus den Analen unserer Gesellschaft, wie auch besonders des TuS Jahn 1893 nicht wegzudenken. Leider kam sie erst ziemlich spät in unsere Reihen, setzte sich aber von Beginn an für uns ein. Zusammen mit Ihrer Schwester Anneliese Reising kam sie regelmäßig zu unseren Terminen und half bei den Vorbereitungen gerne mit. Nicht selten erschien sie auch bei unseren Versammlungen und zeigte sich am Vereinsleben interessiert.
In den letzten Jahren wurden ihre Besuche leider seltener. Es hatte sich bei uns ein Generationswechsel vollzogen und die Bindung zu den Jüngeren war naturgemäß nicht mehr so eng, wie wir es gerne wünschten. Zudem ließ im fortgeschrtittenen Alter auch die Gesundheit nach. Christel Rix war bei uns immer sehr willkommen und wir haben uns gefreut, wenn sie uns wieder einmal besuchen kam.
Ihr großer Rückhalt und Mittelpunkt ihres Lebens war immer ihre Familie.
Daher gehört ihren Angehörigen auch unser tiefes Mitgefühl.
Liebe Christel, wir werden dich vermissen, aber bestimmt nicht vergessen!
Josef „Pascha" Merzbach
*19.09.1930
†08.07.2010
Im Sommer 2010, kurz vor Vollendung seines 80ten Lebensjahres, starb nach kurzer, schwerer Krankheit unser langjähriges Mitglied und unser Ehrensenator Josef „Pascha" Merzbach.
Er war zu Beginn des Jahres 1953 in die Funkengarde unseres Vereines eingetreten. Dort blieb er mehrere Jahre lang ein Pescher Funke und übernahm in der Session 1956/57 für ein Jahr das Amt des Kommandanten.
Niemand nannte ihn bei seinem Vornamen Josef, für alle war er entweder „Jupp" oder – noch weitaus häufiger – „Pascha". Seit 1953 blieb er unserer Gesellschaft in den guten, aber auch in den schwierigen Jahren, immer treu. Er wechselte von der Funkengarde nahtlos in den Großen Rat und war seit Ende der 50er Jahre bis zu unserer letzten großen Galasitzung immer festes Mitglied des jeweiligen Elferrates. Mehrmals übernahm er auch Ämter im Vorstand, zumeist als Beisitzer.
Pascha wurde im Rentenalter wegen seines vorbildlichen, jahrzehntelangen Einsatzes für unsere Gesellschaft unser Ehrensenator. Ein Ehrentitel, den wir in unserer Gesellschaft nur selten und nach strenger Auslese vergeben.
Für seine langjährige Tätigkeit in der Brauchtumspflege erhielt er vom Bund Deutscher Karneval im Jahre 2003 den goldenen Verdienstorden
Woher er den Spitznamen Pascha hatte, der ihn fast sein ganzes Leben lang begleitete, wusste er selber nicht. Wenn man sich einen typischen Pascha als selbstherrlichen, faulen Macho vorstellt, so war Josef Merzbach das genaue Gegenteil davon. Einen selbstloseren, fleißigeren Vereinskameraden kann man sich kaum vorstellen.
Wann immer Arbeitstermine anstanden, war Pascha da. Ob es bis spät in die Nacht ging oder am frühen Morgen anfing, er kam stets pünktlich mit seinem Fahrrad von der Johannesstraße zum Treffpunkt und blieb bis zum Ende. Es gab keine Arbeit, die ihm zu schwer, zu dreckig, oder zu gering gewesen wäre. Wo immer eine Hand gebraucht wurde, fasste er mit an. Erst wenn alle Arbeit getan war, fuhr er wieder nach Hause. Selbst in seiner letzten Session, mit 79 Jahren, kam er zum Aufbau in die Jahnhalle und leerte während unserer großen Veranstaltung am Karnevalssamstag die Aschenbecher unserer Gäste. Nicht, weil wir das von ihm verlangt hätten, er wollte einfach mithelfen und diese Arbeit muss eben auch getan werden.
Als echter Kamerad hatte er neben der Arbeit natürlich auch immer ein offenes Ohr für die gesellige Seite des Vereinslebens. Gerne stand er inmitten seiner Freunde an der Theke und beteiligte sich an den Gesprächen. Dabei kam es nie (!!!) vor, dass er einmal laut geworden wäre oder Streit gehabt hätte. Pascha ruhte in sich selbst und war freundlich zu allen Mitmenschen. Wenn ihm etwas gegen den Strich ging, dann winkte er höchstens ab und ging in eine andere Richtung. Er war immer höflich und nie nachtragend, wenn ihm mal jemand quer gekommen war.
Bis zum Schluss nahm er engagiert und regelmäßig an unserem Vereinsleben teil. Er war, nicht zuletzt wegen seiner 57-jährigen Vereinszugehörigkeit, sicherlich eines der bekanntesten Mitglieder unserer Gesellschaft.
Seine Liebe für unser Brauchtum und seine Vereinstreue hat er auch an seinen einzigen Sohn Thomas vererbt, der seit vielen Jahren Mitglied unserer Funkengarde ist.
Neben seiner Tätigkeit für die KG „Halt Uut" war Merzbach Jupp auch engagierter Kleingärtner und „Mädchen für alles" in der Pfarre St. Josef Hermges.
Er war ein gläubiger Christ, treusorgender Ehemann und liebevoller Vater. Ein Freund, der beliebt war bei Jung und Alt. Seine kleineren, harmlosen Macken (er erzählte z.B. oft von irgendwelchen Mitmenschen und setzte voraus, dass alle anderen denjenigen auch kennen. Zitat:"Hür ens, däm kennste ooch, dä es vom Hermsches. Dä hat jeseit…., oder er räumte zum Beispiel auch manchmal Dinge weg, die noch gebraucht wurden oder stapelte Abfall von der Ecke A in die Ecke B, um dann 15 Minuten später wieder alles von B nach A zurückzustapeln) haben wir gerne akzeptiert, weil wir wussten, dass Pascha es immer gut mit uns meinte.
Außer meinem Vater Peter Kreuzberg gab es im Jahre 2010 niemanden, der länger Mitglied bei Halt Uut gewesen wäre. Für uns alle gilt daher, dass wir uns Halt Uut ohne unseren Pascha kaum vorstellen können. Er war immer da, immer in unserer Mitte und er wird es auch künftig –in unseren Gedanken- immer noch sein.
Zusammen mit seiner Gattin Anneliese und seinem Sohn Thomas, denen unser besonderes Mitgefühl gilt, trauern auch wir daher um Josef Merzbach.
Pascha, du warst ein herzensguter Freund und ein echter Kamerad. Wir werden dich wirklich vermissen. Wenn es einen Himmel gibt, dann bist du bestimmt dort und sitzt zu Karneval im himmlischen Elferrat – nachdem du die Bühne mit aufgebaut hast.
Maak et joot Pascha! Du has en di Lääve jenoch jedonn! Jetzt ruhe in Frieden!
Ursula Hecker
*27.04.1945
†20.06.2010
Nach schwerer Krankheit verstarb im Juni 2010 unser langjähriges Mitglied Ursula „Uschi" Hecker.
Als Tochter unseres Mitgliedes und späteren Senators Karl Roden und als Ehefrau unseres damaligen Funken Horst Hecker kam Uschi schon in den späten 60er Jahren in näheren Kontakt zu unserer Gesellschaft. Als nach einer Satzungsänderung im Jahre 1974 auch Frauen Mitglied der KG „Halt Uut" werden konnten, gehörte Uschi zu den Ersten, die diesen Schritt vollzogen.
Für kurze Zeit war sie Betreuerin der Bambis, später unterstützte sie ihren Mann, der in den 70er Jahren eine zeitlang Hofmarschall unserer Gesellschaft war.
Als wir 1975/76 die ersten großen Veranstaltungen in der Jahnhalle durchführten, gehörte Uschi zu den Frauen, die sich mit viel Einsatz um die Bewirtung unserer Gäste kümmerten.
Sie war sich aber auch nicht zu schade beim Auf- und Abbau kräftig mit anzufassen.
In den 80er Jahren wurde Uschi Hecker für mehrere Jahre Mitglied unseres Vorstandes und übernahm hier das Amt der Schriftführerin. Auch diese Aufgabe bewältigte sie mit Fleiß und Genauigkeit.
Uschi Hecker war eine Frau, die mitten im Leben stand. Eine Frau ohne Dünkel oder Allüren. Stets hatte sie das Herz auf der Zunge, Diplomatie war nicht ihre Sache. Uschi war offen und geradeheraus. Sie hielt mit ihrer Meinung nicht hinter dem Berg.
Trotz ihrer manchmal rauen Schale, hatte sie das Herz am rechten Fleck. Uschi hatte Humor und konnte über sich selber lachen. Sie war sehr fleißig, stets hilfsbereit und immer für die Belange unserer Gesellschaft ansprechbar. Ich erinnere mich noch, als ich in den 70er Jahren Funke war, dass es nur eines Anrufs bedurfte und Uschi holte mit ihrem Pkw die komplette Funkengarde nach einem Ausflug ab und fuhr uns nach Pesch.
Gerne übernahm sie auch die Bewirtung des Damenelferrates vor manch einer Sitzung am Altweiberdonnerstag.
Über mehrere Jahrzehnte gehörte Uschi Hecker zum festen Stamm unserer Gesellschaft. Sie hat in dieser Zeit viel für uns getan und sich um „Halt Uut" verdient gemacht. Wir haben mit ihr und mit ihren Angehörigen gehofft, dass sie ihre Krankheit besiegen würde.
Heute gilt unser Mitgefühl ihrem Mann Horst Hecker.
Uschi, wir haben mit dir gestritten, mit dir gefeiert und mit dir gelacht. Wir vermissen dich!
Mögest du in Frieden ruhen –wir werden dich nicht vergessen.
Barbara „Bärbchen" Peters
*20.09.1925
†29.05.2010
Am 29.05.2010 verstarb plötzlich und unerwartet im gesegneten Alter von 85 Jahren unsere Karnevalsfreundin Barbara „Bärbchen" Peters.
Bärbchen war die Ehefrau unseres langjährigen Mitgliedes Franz Peters („Pi-etisch Männ") und Mutter unseres ehemaligen Funkenkommandanten Manfred Peters. Sie gehörte zu der ersten Generation von Frauen, die nach dem Bau der Jahnhalle im Jahre 1975 bei unseren ersten dortigen Veranstaltungen die Bedienung der Gäste übernahmen.
Für viele Jahre stand sie bei unseren Sitzungen im Foyer an der Speisentheke und sorgte mit ihrer ansteckenden Fröhlichkeit für gute Laune bei den hungrigen Gästen.
Bei unseren Hausfrauennachmittagen saß sie häufig im Damenelferrat und strahlte ins Publikum.
Auch nach dem Tod ihres Mannes im Jahre 1993 blieb Bärbchen für viele Jahre weiter in Kontakt zu unserer Gesellschaft. Sie war regelmäßiger Gast bei unseren Veranstaltungen und internen Feiern. Erst in den letzten Jahren wurden ihre Besuche seltener, wohl auch, weil sich ein Generationenwechsel vollzogen hat und sie nur noch wenige Ansprechpartner aus ihrer Altersgruppe fand.
Bärbchen war eine fröhliche, lebenslustige Frau, die gerne in Gesellschaft war und scherzte. Sie hatte einen trockenen, urwüchsigen Humor und verstand es auch über sich selbst und manch kleines Missgeschick zu lachen.
Sie war allgemein beliebt, auch bei den jüngeren Mitgliedern unserer Gesellschaft.
Natürlich war sie auch ein Familienmensch. Früher, als ihr Franz noch lebte, waren die beiden ein unzertrennliches Duo. Ihrem einzigen Sohn Manfred war sie eine verständnisvolle, liebende und stolze Mutter, ihren Enkeln eine vorbildliche Oma.
Unser Mitgefühl gilt daher in erster Linie ihrem Sohn und seiner Familie.
Aber auch die KG „Halt Uut" wird „Pi-etisch Bärbche" vermissen und ihr ein ehrendes Andenken bewahren.
„Bärbchen - maach et joot on jrös Franz von os!"
Helmut Pitz
* 24.03.1943
† 13.04.2010
Nach längerer, schwerer Krankheit aber letztlich doch unerwartet verstarb im Frühjahr 2010 unser ehemaliges Mitglied Helmut Pitz.
Helmut kam im Erwachsenenalter zu unserer Gesellschaft und wurde Mitglied des Elferrates. Da er schon in jüngeren Jahren Probleme mit seinem Gehör hatte und den Sitzungen daher nur schwer folgen konnte, meldete er sich freiwillig für die eher unbeliebte Aufgabe, während der Veranstaltungen das Getränkemagazin zu führen.
Hier leistete er wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft. Er koordinierte den Nachschub der Getränke für unsere Gäste und sortierte den Rücklauf des Leergutes. Dabei zeichneten ihn immer eine große Zuverlässigkeit und Genauigkeit aus.
Helmut Pitz war ein ruhiger, zurückhaltender Mensch, der zwar seine Meinung vertrat, aber niemals laut wurde.
Privat war er ein liebevoller Familienvater. Er war stolz auf seine beiden Töchter, die beide Kinderprinzessinnen unserer Gesellschaft waren. Später wurde Helmut ein vorbildlicher Großvater für seine Enkel.
Als wir keine Sitzungen mehr veranstalten konnten, trat Helmut Pitz aus unserer Gesellschaft aus, da er für sich keine Aufgabe mehr sah. Nur dabei zu sein war ihm nicht genug.
Helmut Pitz war eher ein Einzelgänger, ein untypischer Vereinsmensch, aber wegen seiner Freundlichkeit und seines netten Wesens viele Jahre ein beliebtes und geachtetes Mitglied unserer Gesellschaft.
Wir fühlen mit seiner Familie, die ihren Mittelpunkt verloren hat.
Auch wir werden Helmut Pitz nicht vergessen. Er hat sich um „Halt Uut“ verdient gemacht. Möge er in Frieden ruhen.
Arnold Schröder
*07.06.1936
†23.10.2009
Unerwartet, nach sehr kurzer, schwerer Erkrankung, verstarb im Oktober 2009 unser langjähriges Mitglied Arnold Schröder ( „dr leeve Jong“).
Arnold trat im Jahr 1970 in die Große Pescher KG „Halt Uut“ ein und wurde von Beginn an ein festes Mitglied des jeweiligen Elferrates – bis zur letzten Galasitzung im Jahr 2006.
Vom ersten Tag an war Arnold sehr am Vereinsleben interessiert und nur selten verpasste er eine Versammlung oder einen Termin. Auch bei allen geselligen Anlässen war Arnold immer gerne dabei. Fehlte er einmal ausnahmsweise dauerte es nur wenige Minuten bis der Erste fragte: „Wo is Arnold? Is wat möt dr Jong?“
In der Jahnhalle war er vor den Veranstaltungen häufig an der Türe eingesetzt und kontrollierte die Eintrittskarten. Was er machte, machte er immer gründlich, wobei er nie in Hektik verfiel, sondern immer Ruhe und Gelassenheit ausstrahlte. Böse wurde Arnold nie – er war ein freundlicher Mensch, der zwar stur sein konnte, aber nie laut wurde.
Im Vereinsleben überraschte er uns als ein ständiger Quell neuer Ideen. Zu fast allen Themen ließ er sich etwas einfallen. So war z.B. die Gründung unseres Freundeskreises eine Idee von Arnold, bei deren Umsetzung und Pflege er auch sehr aktiv mitwirkte.
Arnold war sich aber auch für körperliche Arbeit nie zu schade. Noch in den letzten Jahren arbeitete er auch beim Aufbau in der Jahnhalle immer aktiv mit.
Beispiellos war seine Gastfreundschaft. Oft trafen wir uns nach Veranstaltungen, wie z.B. regelmäßig nach dem Biwak, bei Arnold und Uschi zum internen Ausklang. Dann stand Arnold in seinem Partyraum hinter der Theke und strahlte, wenn sich seine Gäste amüsierten. Auch für die Treffen des Freundeskreises stellte er immer wieder sein Haus zur Verfügung.
Neben seinen vielen Aktivitäten in unserem Verein war Arnold auch seit Jahren aktiv im gesamtstädtischen Karneval bei der Durchführung des Veilchendienstagszuges, wo er Ordnerdienste übernahm und in der –scherzhaft so bezeichneten- „Treckergarde“ mitarbeitete. Im Kleingärtnerverein Pesch war er Stammgast und Mitglied des über die Pescher Grenzen hinweg bekannten „Panikorchesters“. Nebenbei genoss er am Wochenende außerhalb der Session auch die Ruhe in seinem Anglerverein.
Seine Begeisterung für den Karneval färbte auch auf seine Familie ab. Seine Frau Uschi ist bei uns sehr aktiv, seine Tochter Heike ist im Vorstand tätig und sein Sohn Horst, der nicht mehr in Mönchengladbach lebt, war Kinderprinz unserer Gesellschaft.
Seit vielen Jahren wurde Arnold in Pesch häufig mit seinem Spitznamen „dr Leeve Jong“ bezeichnet. Dieser Name war hier ausnahmsweise einmal keine Ironie, Arnold war wirklich ein „lieber Junge“ der gerne und oft half, wo er nur konnte.
Ungern stand er im Mittelpunkt, das wäre ihm vermutlich peinlich gewesen, aber er war immer gerne in geselliger Runde dabei.
Ich persönlich werde nie vergessen, dass Arnold der erste Erwachsene im Verein war, der mir als 16-jährigem Funken spontan das „Du“ anbot mit den Worten: „Wir sind im selben Verein und haben ein gemeinsames Hobby – ich heiße Arnold!“
Wegen seines freundlichen Wesens und seiner vielen Aktivitäten dürfte Arnold eines unserer bekanntesten Mitglieder gewesen sein.
Wir sind froh und dankbar, dass wir ihn über mehr als drei Jahrzehnte aktiv in unseren Reihen hatten. Unser Mitgefühl gebührt seiner Familie, seiner Frau Uschi und seinen Kindern Heike und Horst. Wir werden Arnolds Namen und sein Andenken weiterhin in Ehren halten und ihn noch lange Zeit vermissen. Er hat sich um die KG „Halt Uut“ sehr verdient gemacht.
Maak et joot leeve Jong – ein letztes „Halt Uut“ von uns allen.
Trude Pies
*02.09.1926
†17.11.2008
Seit den 50er Jahren gehörten Trude und Walter Pies zu den Aktiven unserer Gesellschaft.
Ihre kleine Firma, die Druckerei „Peter und Walter Pies“ auf der Reyerstraße stellt seit dieser Zeit alle Plakate, Karten und Festschriften für uns her.
Als nach einer Satzungsänderung im Jahre 1974 erstmals Frauen auch offiziell Mitglieder der KG „Halt Uut“ werden konnten, war Trude Pies eine der Ersten, die diesen Schritt machten.
In den ersten Jahren der Majorettengarde „Pescher Bambis“, die von ihrem Sohn Hans-Peter gegründet worden war, übernahm sie die Rolle einer Betreuerin. Zudem unterstützte sie in vielen Belangen den Aufbau dieser Garde.
Nebenbei half sie bei unseren Veranstaltungen tatkräftig mit oder saß bei den Hausfrauensitzungen im Damen-Elferrat.
Nebenbei half sie bei unseren Veranstaltungen tatkräftig mit oder saß bei den Hausfrauensitzungen im Damen-Elferrat.
Zu Hause musste sie oft die Vermittlerin zwischen ihren „beiden Männern“ (ihrem Ehemann Walter und ihrem Sohn Hans Peter) spielen, wenn diese wieder einmal unterschiedliche Ansichten über die Vereinspolitik hatten.
Dabei erhielt Trude sich selbst stets einen wachen Verstand und eine kritische Beobachtungsgabe. Sie war nicht der Mensch, der alles hinnahm. Es gab aber andererseits auch nie einen Zweifel, dass ihr die Pescher Karnevalsgesellschaft sehr am Herzen lag.
Ob sich Frauen der Gesellschaft bei ihr trafen, ob Hans-Peter mit Tanzpaaren im Hof Hebefiguren probte, ob Vorstandsmitglieder sich mit Walter Pies beraten wollten, ob die „Pescher Teddies“ ihr Programm im Büro der Firma Pies einstudierten, ob das Kinderprinzenpaar in ihrem Wohnzimmer fotografiert werden sollte - stets war sie eine gute Gastgeberin und versorgte alle Gäste zuvorkommend mit Kaffee und Gebäck.
Nach dem Tod ihres Mannes zog sich Trude leider ein wenig zurück. Es war ihr fremd alleine auszugehen, war sie doch bis dahin immer ein festes Gespann mit ihrem Walter gewesen.
Da auch Hans Peter sich zunehmend um die Firma kümmern musste und weniger Zeit für Halt Uut erübrigen konnte, wurden die Besuche von Trude seltener. Dennoch hielt sie den Kontakt aufrecht und war bis ins hohe Alter nach wie vor am Vereinsleben interessiert.
Nur eines hat sie nie verziehen (im lustigen Sinne!!): Als unser Hoppediz Bruno (Name von der Red. geändert) ihr bei einem Rosenmontagszug um den Hals fiel mit den Worten: „Hallo Trude, du altes Schlachtschiff!“ Darüber hat sie sich noch nach Jahren - im Spaß - entrüstet.
Mit Trude Pies haben wir eine gute Freundin und langjährige Wegbegleiterin unserer Gesellschaft verloren.
Eine Frau, der wir vieles zu verdanken haben.
Möge sie in Frieden ruhen - wir werden ihr Andenken in Ehren halten.
Maak et joot Trude - on jröss Walter von os!
Horst Offermann
Plötzlich und unerwartet verstarb am 11.02.2009 ein guter Freund unserer Gesellschaft.
Horst war kein Mitglied bei „Halt Uut“ und auch kein Pescher. Er lebte in Köln und war dort Schatzmeister der Karnevalsgesellschaft „Löstije Neppeser“.
Wann immer es ihm möglich war, kam er jedoch mit seinen Kölner Karnevalsfreunden zu uns und besuchte unsere Veranstaltungen. Dann blieb er gerne bis zum Schluss und trank noch im engsten Kreise unserer Mitglieder einen „Absacker“, bevor er wieder in seine Heimatstadt aufbrach.
Die Nachricht von seinem Ableben hat uns tief getroffen. Wir fühlen mit seiner Familie.
Lieber Horst, vermutlich sitzt du jetzt im himmlischen Elferrat und hörst dir die Lieder eines Willi Ostermann oder die Reden eines Kurt Lauterbach an.
Vielleicht stehst du auch in der Himmelsküche und bereitest deine leckeren Bratkartoffeln zu.
Wir sagen dir ein letztes „Halt Uut“ und „Alaaf“ und versichern dir,
dass du auch auf Erden außerhalb deiner Heimatstadt nicht vergessen wirst.